#projectdaddysbike – Wie ich mein Fahrrad selbst lackiert habe

Egal wie schön dein Rad anfangs ist – irgendwann kommt der Moment, an dem es dir irgendwie langweilig erscheint. Bei meinem Mountainbike Cotic Rocket war es dieses Frühjahr soweit. Ich habe mir also Gedanken gemacht, wie es ausschauen könnte. Bei meiner Recherche bin ich über einen Trend gestolpert, der in der Urban Bike Szene zurzeit mega angesagt ist: Selbst lackieren ist Individualismus pur! Squid Bikes aus Großbritannien sind ein paar wirklich kreative Köpfe, die so ziemlich alles ausprobieren, was mit Lacken zu tun hat. Sie arbeiten eng mit Spray.Bike zusammen und zeigen z. B. auf Instagram was alles möglich ist. Vorbeischauen lohnt sich!!!

So sah mein Plan aus.

Mich persönlich hat eine Technik besonders interessiert: Dabei werden Farben mit einer Plastikfolie übereinander getupft. Das Ergebnis schaut ein wenig so aus wie Matschspritzer.

Doch zuerst musste der alte Lack ab. Nachdem ich den Rahmen sorgfältig zerlegt habe, brachte ich ihn zum Sandstrahlen. Der Fachmann hat wirklich gut gearbeitet. Mit feinem Sand sorgte er für ein super feines Finish. Daher war ein Vorbehandeln mit Filler oder Grundierung nicht mehr notwendig.

Nach ein paar Tagen kamen dann auch die bestellten Farben von Spray.Bike an. Doch bevor ich an meinem Radl rumprobiere, habe ich eine alte Blechbüchse als Muster besprüht. Ich war total überrascht wie kinderleicht sich diese Farben verarbeiten lassen. Nasen zu sprühen ist quasi unmöglich. Als meine älteste Tochter, der ich das Muster schenkte, anfing mit einem weißen Edding darauf rumzumalen, war die Idee geboren, dies auch auf meinem Rad zu machen. Da wir beim Homeschooling eh Kunstaufgaben machen mussten, kam uns das kleine Familienkunstprojekt sehr entgegen. 

Zurück zum Lackieren:

Schritt #1

Altrosa auf den vorderen Teil des Rahmens.

Schritt #2

Nach 2 Stunden antrocknen kam dann der Mintton auf dem hinteren Teil zum Einsatz. Das Ergebnis verblüffte mich. Die Farbe deckt extrem gut und die Anwendung ist idiotensicher. Ich konnte absolut keine Nase finden.

Wichtig! Nach jeder Antrockenphase muss der Lack mit einem Papier (am besten eignet sich Seidenpapier) angedrückt werden. Dabei gleitet man mit dem Papier, wie beim Schleifen, über den Lack. Nicht zu feste drücken. Spray.Bike Lacke sind eher eine Art Pulverbeschichtung aus der Dose. Durch die Massage mit dem Papier wird das Pulver komprimiert und der Lack widerstandsfähiger.

Schritt #3

Es darf getupft werden. Dazu verwendete ich alle drei Farben. Einfach eine Plastiktüte zusammenknüddeln, mit Farbe besprühen und anfangen zu tupfen. Ähnlich wie beim guten, alten Kartoffeldrück! 😉

Schritt #4

Die Kinder malen lassen!

Schritt #5

Klarlack drauf! Hierbei aufpassen, dass keine Nasen entstehen. Ich entschied mich für einen hochwertigen 2K-Klarlack, damit das Kunstwerk auch lange erhalten bleibt.

Beim Arbeiten mit Spray.Bike ist es wichtig, die Farben so zu verarbeiten, wie in der Beschreibung angegeben. Dabei spielen die Trockenzeiten und die Raumtemperatur eine wichtige Rolle.

Ich hoffe das Ergebnis gefallt euch auch so gut wie mir. Kommentiert ruhig fleißig – Ich stehe gern Rede und Antwort. 🙂

https://www.instagram.com/spray.bike/

https://www.instagram.com/squidbikes/

„Ja, ich freue mich immer meine Freunde zu sehen. Vor allem mit Dreck im Gesicht.“

Previous Post
Next Post

No Comments

Leave a Reply