Das richtige Rad für kleine Nachwuchs-Mountainbiker

Als Familienpapa und Mountainbiker aus Leidenschaft ist für mich die Suche nach einem geeigneten Kinderfahrrad immer wieder eine große, spannende Herausforderung. So war’s auch dieses Jahr. Meine Mittlere (5) ist diesen Sommer aus ihrem 16“-Fahrrad rausgewachsen. Also stellte sich mir die Frage: Welches 20“-Bike soll es werden?

Der Markt hat da etliches anzubieten – in unterschiedlichen Preiskategorien und Gewichtsklassen.

Das richtige Gewicht und eine vernünftige Ausstattung sind mir extrem wichtig, schließlich muss das Bike ja von einem kleinen Menschen bewegt werden und sollte möglichst noch zwei weitere Kids überleben 😉 

Die Kinderrad-Spezialisten von Woom, Frog, Ku-Bikes und Co. haben da einiges im Programm. Allerdings für einen immensen Anschaffungspreis. Klar, je nach Zustand ist der Wiederverkaufswert entsprechend hoch. Trotzdem: Für mich kam das nicht nicht in Frage. Also schaute ich mich bei anderen Firmen um, denn auch die sind mittlerweile auf den Trichter genommen Kinderfahrräder leichter zu bauen 🙂 Centurion, BMC, Trek und all die anderen haben schöne, attraktive Alternativen im Angebot. Doch ein Fahrrad von der Stange würde ich für mich nie kaufen – warum dann für meine Kids? 

Nach zwei Monaten Recherche im Netz ist mir ein gebrauchter Specialized Hotrock-Rahmen in den Schoß gefallen – Anschafftfungspreis 15 Euro. Die Würfel sind gefallen: Es wird ein Custom Bike.

Schritt 1: Der alte Lack muss ab und ein neuer drauf.

Hierzu findet ihr schon einen Artikel auf unserem Blog (klick). Ich liebe diese Tupftechnik 😉

Schritt 2: Bestandsaufnahme.

Rein in die Werkstatt und schauen, was noch verwendbar ist. Gefunden habe ich einen alten Carbonlenker, 50mm Vorbau, XTR-Schaltwerk, Shifter, Kassette, Deore-Naben, Carbonsattelstütze und Bremshebel. Eine passende Gabel und kindertaugliche Kurbeln habe ich im Shop von Ku-Bikes gekauft. Sattel, Felgen, Reifen etc. hat Ebay geliefert.

Schritt 3: Leichtbau-Laufräder einspeichen.

Die Laufräder hätten normalerweise 32 Speichen. Für ein Fahrergewicht von rund 20 kg reicht aber auch die Hälfte. Das spart Gewicht! Vorne radial gespeicht für mehr Steifigkeit und hinten einfach gekreuzt für etwas mehr Komfort und Flex.

Schritt 4: Alles zusammenschrauben.

Das hat in jedem Schritt sehr viel Spaß gemacht 🙂

Fazit:

Es ist ein schönes, individuelles und kindertaugliches 20“-Mountainbike entstanden, das nun 7,7 kg auf die Waage bringt. Die Geometrie vom Hotrock ist sehr kinderfreundlich. Das Rad ist recht flach und der Radstand lang. Dadurch entsteht ein tiefer Schwerpunkt und das Kind sitzt sehr zentral auf dem Bike. Ich liebe es! 🙂

„Ja, ich freue mich immer meine Freunde zu sehen. Vor allem mit Dreck im Gesicht.“

Previous Post
Next Post

No Comments

Leave a Reply